Am 19. Februar 2011 – fast genau vor einem Jahr, konnte uns Mirjam Mous mit ihrem packenden Jugendthriller Boy 7 fesseln.
Wir haben Boy 7 damals besprochen und uns tief über das Thema Identität unterhalten und uns, wie auch euch die folgende Frage gestellt:
„Wenn Ihr wüsstet, dass Ihr Morgen nichts mehr wisst, was würdet Ihr wissen müssen, um überleben zu können?“
Zahlreiche Antworten haben wir bekommen und euch unsere beiden Packlisten gezeigt. Der Blick nach einem Jahr auf die besagten Listen bestätigt uns, dass diese Dinge auch heute noch genau UNS ausmachen.
Mirjam Mous hat uns vor einem Jahr überzeugt und ihre Schreibfeder übers Papier fliegen lassen, um nun ihrem Fanleservolk Room 27 zu präsentieren.
Der Roman schien in die literatwoische Lesezeit zu passen, denn Raum und Room könnte nicht treffender sein und gerade surfen wir mit unserem Lesezeichen auf der Thrillerwelle.
Zur falschen Zeit am falschen Ort - genau diese Worte treffen auf Fin zu. Er findet sich genau heute auf der Polizeiwache in Francaz wieder. In dem Land wo er seine Ferien mit seinem Bruder verbringen wollte, in Spanien. Diese Zelle im Gefängnis ist aber nicht der von ihm gewählte Übernachtungsort, er ist das genaue Gegenteil, denn da wollte er mit Sicherheit nie hin. Doch Fin ist sich sicher, dass er sowieso gleich wieder in die Freiheit kommt, denn Valerie wird sicher gleich da sein, um alle Missverständnisse aufzuklären.
Fin soll jemanden umgebracht haben, so sagte es die Polizei. Fin, der vielleicht fähig ist nervende Insekten zu töten, aber sonst völlig friedfertig ist, wird der Mord an einer Frau in einem spanischen Hotelzimmer unterstellt. Er weiß sich nicht zu helfen. Seinen Rucksack hat die Polizei, er hat gerade mal eine Badehose an und kann nichts beweisen, es sei denn, seine neu gewonnenen Freunde kommen gleich.
Valerie und Stefano, die beiden Backpacker, hat er getroffen, als sein Bruder den lang geplanten Urlaub mit ihm absagen musste. Da Fin nicht wieder zurück in die Niederlande wollte, um dort gemeinsam mit seiner Mutter und ihrem neuen Freund in den USA Urlaub zu fliegen, hat er sich kurzfristig entschieden, alleine etwas durch das warme Spanien zu reisen. Die Begegnung mit dem Geschwisterpaar kam ihm mehr als gelegen, denn Val gefiel ihm gleich und eine Reise in Gesellschaft macht einfach mehr Spaß.
Die Reise endete ganz zum Unglück von Fin, der immer noch vergeblich in der Zelle wartet und erfahren muss, dass Val nicht kommen wird. Ihm zieht es förmlich den Boden unter den Füßen weg, denn die Polizei findet immer mehr Beweise, dass er tatsächlich der Mörder ist und nur sie und Stefano können ihm helfen. Die Gitterstäbe rücken immer näher auf ihn zu und die Fesseln schneiden ihm von Stunde zu Stunde mehr ins Fleisch, denn seine neuen Freunde, scheinen keine neuen Freunde zu sein.
Room 27 hat wie Boy 7 den selben anfänglichen Sogeffekt. Genauso muss ein Thriller beginnen, genauso muss er fesseln, ein Abwenden der Augen darf nicht mehr möglich sein. Mirjam Mous scheint es wieder geschafft zu haben und überzeugt bereits mit den ersten Worten. Fin wächst dem Leser ans Herz, er hat einen liebenswerten Charakter und ist scharf gezeichnet. Der Plot ist plausibel und nach und nach gelangt man lesend in die Spannungsspur. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie tiefer und tiefer wird, allerdings nicht in diesem Fall. Sie wird flacher, der Spannungsnebel löst sich immer mehr auf und der Charakter von Fin, zeigt nicht nur kleine, sondern auch große Schwächen, denn er wird von Seite zu Seite immer naiver.
Eine Naivität die nicht zu ihm passt, die er allerdings als Protagonist aufnehmen musste, um diesen Thriller zu einem Thriller zu machen. Die Unvorhersehbarkeit ist schließlich vollkommen weg und bereits in der Mitte des Buches liegt das Ende zu fast hundert Prozent offen. Leider.
Frau Mous hat uns in die Lesezelle gesperrt, die Handschellen haben sich um die Hände gelegt und sind zugeschnappt, allerdings lag der befreiende Schlüssel die ganze Zeit in Reichweite. Leider.
Literatwo ist aber nun mal Literatwo und legt keinen Roman einfach so beiseite und greift zum Nächsten. Nein, wir wollen eure Meinungen und uns gern mit euch über Room 27 austauschen. Mit Boy 7 hat es sich Mirjam Mous selbst schwer gemacht, denn dieses Thrillermeisterwerk zu übertreffen, ist nicht einfach, finden wir. Unsere Leseansprüche sind in dieser Zeit gewachsen, was aber nicht bedeutet, dass ihr genauso denkt oder denken müsst, wie wir.
Wir möchten Room 27 gern an eine Mirjam Mous Erstleserin oder einen Erstleser weiter geben und suchen sozusagen das Gegenstück zur Literatwomeinung.
Wenn ihr Lust habt euch in Room 27 zu begeben und Fin treffen wollt, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist, um anschließend in schriftlicher Form über euren Ausflug ins warme Spanien zu berichten, dann schreibt uns eine Mail mit eurer Adresse an Literatwo@aol.de und setzt ein Zeichen in Form eines Kommentars.
Wir sind gespannt wem wir den Schlüssel zum 27. Raum übergeben können und warten solange hinter der Tür. Alle Spuren sind verwischt, kommt selbst dahinter.












Hallo!
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich das Buch lesen und meinen Eindruck dazu teilen dürfte. Meine E-Mail ist unterwegs.
Herzlichen Gruß
Yvonne
Hallo,
meine Mail geht auch gleich raus!
Das Buch hört sich sehr spannend an und ich möchte unbedingt wissen wie es Fin weiter ergehen wird!
Kannst bisher Mirjam Mous nicht! Wird aber wohl mal Zeit!
Hallo!
Da ich damals schon Boy 7 gelesen, rezensiert und für gut befunden habe, warte ich schon lange auf den Nachfolger
LG Claudia
Hallo,
ich würde das Buch auch sehr gerne lesen.
Email schicke ich gleich raus.
LG Kathrin
Meine eMail folgt auch! Wäre ein Mirjam Mous Newbie.
)
Ganz liebe Grüße,
Sabrina
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